FTA unterstützt Ausnahme-Nachwuchstalente


Schon gewusst? Immer wieder unterstützt die FTA junge Nachwuchstalente bei der Realisation von Filmprojekten. Gerade feiern zwei Projekte Premiere, die mit unglaublich viel Engagement neben der Ausbildung zum Mediengestalter Bild & Ton bei der Bavaria Film GmbH in Eigenregie entstanden sind. Wir sind begeistert und stellen die Projekte und die beiden Ausnahmetalente vor. 


Fünf Jahre










realisiert von Christina Schmid

Dreh: August 2017, 90 Min.

Premiere: 28. April 2019, Filmtheater am Sendlinger Tor, München

Die Journalistin Elisa Böhm lebt mit ihrem 10-jährigen Sohn Luca in München. Als der angesehene Politiker Edgar Wolff von Berlin nach München kommt, um dort sein neues Amt anzutreten, ändert sich für Elisa und Luca alles. Elisa und Edgar haben eine gemeinsame Vergangenheit, die beide geheim gehalten haben. Dafür ist Edgar auch bereit, alles zu riskieren. Elisa versucht Edgars falsches Spiel aufzudecken. Der Streit zwischen Edgar und Elisa eskaliert. Wird sie endlich mit der ganzen Wahrheit herausrücken oder weiterhin das Leben ihres Sohnes gefährden?


Bobby Braun






realisiert von Jonas Steinacker
Dreh: August 2018, 15 Min.
Premiere: 26. April 2019, ARRI V1 Kino auf dem Bavaria Film Gelände, Geiselgasteig

Deutschland in den 60er Jahren. Bobby Braun ist neu in der Stadt und er ist schwarz. Linda ist weiß und arbeitet in einem benachbarten Café. Beide fühlen sich zueinander hingezogen. Lindas Vater Franz steckt seit dem Tod seiner Frau, die er sehr geliebt hat, in finanziellen Schwierigkeiten. Das Café ist in seiner Existenz bedroht, er muss sich um Linda allein kümmern und dann kommt auch noch ein Schwarzer und will ihm seine Tochter wegnehmen. Das ist zuviel für ihn, der Albtraum scheint kein Ende zu nehmen... aber auch Bobby träumt schlecht.


... wir haben nachgefragt

Wie kam es zu der Idee während der Ausbildung einen eigenen Film auf die Beine zu stellen?

Das Team von "Bobby Braun" in der Münchner Straße

Jonas Steinacker: Das Drehbuch zu „Bobby Braun“ habe ich direkt am Anfang meiner Ausbildung geschrieben, als ich die Kulissenstraße „Münchner Straße" auf dem Gelände der Bavaria Film gesehen habe. Dieser Ort hat mich begeistert und ich wollte unbedingt einen Film dort drehen. Über das Jahr hinweg habe ich dann gemeinsam mit anderen Azubis die Produktion vorbereitet und Castings veranstaltet. Am Ende des ersten Lehrjahrs im August haben wir dann fünf Tage lang in der Münchner Straße gedreht. Die darauffolgenden Monate befand sich der Film in der Nachbearbeitung und eine eigene Filmmusik wurde komponiert. Den Film haben wir vollständig in unserer Freizeit, also nach der Arbeit und an Wochenenden gemacht. Es gab einige Nachtschichten.

 

Christina Schmid: Nach meinem ersten 90 minütigen Spielfilm 2015, „von heute auf morgen“, hatte ich einfach wieder Lust, einen Film zu drehen. Ich habe mit dem Drehbuch zu „Fünf Jahre“ dann Ende 2016, also noch vor der Ausbildung, angefangen. Die eigentliche Produktion musste ich dann während meiner Praktika beim Bayerischen Rundfunk und bei Constantin Entertainment irgendwie durchziehen. Da sah mein Alltag dann so aus: 8:00 bis 17:00 Uhr „normale“ Arbeit und dann zu Hause noch bis nach Mitternacht an meinem Film weiterarbeiten. Also das waren ein halbes Jahr Nachtschichten und sehr wenig Schlaf.

Was war die größte Herausforderung?

 

Christina Schmid: Die größte Herausforderung war, während der ganzen „Rückschläge“ in der Vorproduktion, während des Drehs und vor allem während der Postproduktion dranzubleiben und nicht aufzugeben. Klingt etwas dramatisch, aber wenn wirklich am laufenden Band alles schief zu gehen scheint, ist man schon oft kurz davor, einfach alles hinzuschmeißen. Aber dann denkt man sich so: „Naja, jetzt steck ich schon so tief drin, da kann ich jetzt auch nicht mehr zurück. Es hängen einfach schon zu viele Stunden Arbeit dran und Menschen, die auch ihre Freizeit investiert haben… Das wäre ja dann alles umsonst gewesen.“
Das, was am meisten Energie raubt, ist aber wirklich zwei Jahre am Stück in jeder freien Minute Zeit in dieses Projekt zu investieren. Zu diesem Zeitpunkt weiß man ja noch gar nicht, was daraus mal wird. Aber im Endeffekt hat es sich bisher immer gelohnt, dranzubleiben. Hoffentlich auch dieses Mal. 


Jonas Steinacker: Da der Film in den 60er Jahren spielt, war die größte Herausforderung die Ausstattung. Wir mussten ein ganzes Café und mehrere Wohnungen sowie die Außenkulisse der Münchner Straße zeitgemäß einrichten. Dazu kamen verschiedene Kostüme für Schauspieler und knapp 30 Komparsen. Ohne den riesigen Fundus der FTA und deren Unterstützung wäre das niemals möglich gewesen!

Wusstet ihr schon was ein Fundus ist, bevor ihr zur FTA gekommen seid?

 

Christina Schmid: Ja, aber nicht in diesem Ausmaß. Ich dachte eher, dass Kostüm und Requisiten getrennt „verliehen“ werden. Oder, dass Vieles auch gekauft wird, was man aber in der FTA ja ausleihen kann. Zum Beispiel Gläser oder Teller etc. Das hat mich schon stark fasziniert, dass man sich wirklich ein komplettes Zuhause mit persönlichem Touch einrichten kann.


Jonas Steinacker: Ich habe den Fundus der FTA das erste Mal zu Beginn meiner Ausbildung im Rahmen einer Rundführung betreten. Ich war von der Größe der FTA total beeindruckt und habe schnell die Orientierung zwischen all den Gegenständen verloren. Ich wusste nicht, dass es sowas in der Art gibt, das war wirklich faszinierend.

Wo habt ihr euch Inspiration für die Ausstattung geholt?

Christina Schmid: Ich hatte während des Drehbuchschreibens schon eine genaue Vorstellung, wie die Farbgestaltung im Setdesign aussehen sollte. Ich wollte alles sehr clean, also weiß, blau und grau. Die Gefängnismöbel, die ich in der FTA ausleihen durfte, hatten dann zufälligerweise genau diese Farben. Das hat natürlich super zum Rest des Films gepasst. 

 

Jonas Steinacker: Ich habe im Voraus viel im Internet recherchiert und mir Filme aus den 60er Jahren angesehen. Dann bin ich mehrere Tage durch die FTA gelaufen. Die Inspiration kommt dort, zwischen all den historischen Gegenständen, von ganz alleine.

Was hat euch in der FTA und im gesamten Bereich Ausstattung am meisten überrascht?

Christina Schmid: Mich hat am meisten überrascht, dass man wirklich alle Epochen wiederfindet. In der Möbelabteilung haben mich die ägyptischen oder römischen Liegen sehr überrascht, da man an so etwas gar nicht denkt. Aber natürlich werden auch Filme oder Dokumentationen über diese Zeit gedreht, dann braucht man da natürlich auch die Ausstattung dafür. Ich werde auch demnächst einen historischen Film drehen, der Ende des zweiten Weltkrieges spielt. Da freue ich mich schon auf die Austattung, das wird sicher spannend!

 

Jonas Steinacker: Dass es dort eine ganze Abteilung mit Plastikessen gibt. Ich habe vorher nie darüber nachgedacht, dass es sowas bei Filmen geben könnte.


... und freuen uns auf mehr von

Christina Schmid (20 Jahre)

 

hat 2016 ihre eigene Filmproduktionsfirma cms filmproduction gegründet

Auszubildende Mediengestalterin Bild & Ton Bavaria Film GmbH

 

 

 

Jonas Steinacker (20 Jahre)

 

ist zweimal mit dem Deutschen Jugendfilmpreis ausgezeichnet worden

 

Auszubildender Mediengestalter Bild & Ton Bavaria Film GmbH

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